Regelwerk

§1 Teilnahmeberechtigt am Stocherkahnrennen sind studentische Verbindungen und Vereinigungen, die im Bereich der Universität Tübingen beheimatet sind. Die Vereinigungen sind grundsätzlich eingetragene Vereine. In Ausnahmefällen können andere Regelungen getroffen werden (vgl. § 12).
§2 Die Mannschaft besteht aus acht Personen, einer gängigen Stocherstange aus Holz sowie einem üblichen, hölzernen Stocherkahn. Es dürfen sonst keine weiteren Gegenstände auf dem Kahn mitgeführt werden.
Stocherkähne und Stocherstangen aus anderen Materialien sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
§3 Als Fortbewegungsmittel sind lediglich die Stocherstange, sowie Arme und Beine der Mannschaftsmitglieder erlaubt. Die Verwendung anderer Fortbewegungsmittel führt zur Disqualifikation (vgl. § 14).
§4 Die Rennstrecke des Stocherkahnrennens verläuft wie dargestellt (vgl. Karte). Bei jedem Passieren des Nadelöhrs haben die Mannschaften die ihnen zugeteilte Startnummer deutlich und sichtbar in die Höhe zu halten. Passiert eine Mannschaft nicht zweimal das Nadelöhr, so wird diese disqualifiziert (vgl. § 14).
§5 Sieger ist diejenige Mannschaft, die als erste das definierte Ziel erreicht (vgl. § 6).
Verlierer ist die Mannschaft, die dieses Ziel als letzte erreicht (vgl. § 7).
Alle Mannschaften müssen vollzählig und gemeinsam im Ziel eintreffen.
Personalwechsel oder ähnliche Veränderungen während des Rennens sind verboten.
§6 Der Sieger erhält den Wanderpokal und ein 30-Liter-Fass Bier sowie die Ehre, die Siegesfeier am selbigen Abend auszurichten.
§7 Der Verlierer muss bei der Siegerehrung vollständig erscheinen. Beim Aufruf hat jedes Mannschaftsmitglied eine Menge von 500ml Lebertran auf ex zu trinken. Der Verlierer erhält zudem die Pflicht und Ehre, das Stocherkahnrennen des Folgejahres auszurichten.
§8 Die Mannschaft mit dem originellsten Kostüm erhält einen Sonderpreis. Die Entscheidung obliegt der Jury für die Kostümparade.
§9 Den Anweisungen der Ordner ist unbedingt Folge zu leisten. Sowohl für Sach- als auch für
Personenschäden haftet der Ausrichter des Rennes nicht. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr.
§10 Die Benutzung und/oder das Mitführen von Schöpfwerkzeugen oder Eimern ist untersagt. Eine Nichtbeachtung führt zur Disqualifikation (vgl. § 14).
§11 Am Nadelöhr darf auf der der Platanenallee zugewandten Seite ausgestiegen werden. Das
Aussteigen auf der Brückenseite bleibt untersagt und kann zur Disqualifikation führen (vgl. § 14).
§12 In Ausnahmefällen kann die Teilnahme von Booten nicht-studentischer Vereinigungen
erlaubt werden. Diese Bootsmannschaften unterwerfen sich denselben hier festgelegten Regeln.
§13 Jede Art von grob unsportlichen Verhalten – insbesondere ein „absichtliches“ Verlieren des Rennens – führt zur Disqualifikation der Mannschaft (vgl. § 14).
§14 Jede Mannschaft, die aufgrund einer der aufgezählten Punkte disqualifiziert wird, muss bei der Siegerehrung vollständig erscheinen. Beim Aufruf muss jedes Mannschaftsmitglied eine Menge von 300ml Lebertran auf ex trinken. Ob eine Mannschaft disqualifiziert wird oder einen Regelverstoß begangen hat, entscheidet alleine das Stocherkahn-Gericht, welches vom Ausrichter bestellt wird.
§15 Der Sieger des Stocherkahnrennens erklärt sich bereit eine Siegerfeier auszurichten. Nach Absprache kann diese auch am Ort einer anderen Vereinigung stattfinden.
§16 Jede teilnehmende Mannschaft erklärt sich mit diesen Wettkampfregeln und der Austragung durch die Akademische Verbindung Igel zu Tübingen einverstanden. Bei Eintritt eines hier nicht aufgeführten Punktes gilt das Gewohnheitsrecht des Stocherkahnrennens.